„Alemannische Passion 2.0“ 2026
Im Hinblick auf „Freiburg singt alemannisch 2026“ initiierte ich im Juli 2025 im Rahmen des Chorverband Breisgau dieses Konzertprojekt, das meine Arbeit am Alemannischen Chorbuch auf die Bühne bringen sollte. Insgesamt 40 Projektsänger aus 18 verschiedenen Vereinen des Chorverband Breisgau _ Muettersprochler und Zugezogene – studierten mit mir die „Alemannische Passion“ von Peter Modler und Lukas Grimm ein. Wir führten sie an Ostern in der Feldbergkirche sowie in der Kirche St. Georg in Freiburg vor randvoll besetzten Kirchenbänken auf. Am 14. Juni 2026 gastieren wir bei Black Forest Voices in der Kirche St. Gallus in Kirchzarten.
Mein Interpretationskonzept umfasst im Unterschied zur Uraufführung zusätzliche Solisten. In Anlehnung an das „Alemannische Chorbuch“ besetze ich die Rollen mit herausragenden Mundartkünstlern: die Singer-Songwriterin Teresa Dold und die Jazz-Sängerin Neele Pfleiderer, Eberhard Jäckle und Urban Huber-Wölfle von der Band „Goschehobel“ sowie die Schauspielerin und Erzählerin Verena Huber, – sie alle singen und sprechen in ihrer je eigenen, regional gefärbten alemannischen Mundart.
Das gemeinnützige Projekt wird von der Baden-Württemberg-Stiftung sowie von der Katholischen Kirchengemeinde Hochschwarzwald gefördert. Der gesamte organisatorische Aufwand wird partizipativ und ehrenamtlich geleistet.
Chorios Vörstetten
Der gemischte Chor Chorios wurde seit seiner Gründung 2004 kontinuierlich von der Sängerin Hanna Roos geleitet. Auch in der Corona-Zeit fanden online-Proben statt. Obwohl die unweit von Freiburg gelegene, malerische Gemeinde nur ca. 3000 Einwohner zählt, ist der Chor auf fast 70 Mitglieder gewachsen.
Der Chor ist modern strukturiert, kreativ und singt auf einem hohen Niveau, was auch Sänger aus Nachbargemeinden sowie aus Freiburg anzieht. Auf eigenständiges Vorbereiten mithilfe von Übefiles wird dabei wert gelegt. Etliche Sänger bilden sich stimmlich im Einzelunterricht weiter.
Ich habe den Chor 2024 nach dem 20-jährigen Jubiläum übernommen. In unserem ersten Jahreskonzert 2025 sangen wir über deutsch-amerikanischen Beziehungen mit Liedern wie „This is not America“ von David Bowie sowie „Weiße Fahnen“ von Silbermond“.
Am 27. Januar 2026 veröffentlichte der Deutschlandfunk einen Beitrag zu Chorios in der Reihe „Chor der Woche“.
Grenzenüberschreitendes Alemannisches Chorbuch 2024
Am 26. April 2022 hat das Präsidium des Chorverband Breisgau die Umsetzung meiner Projektidee „Alemannisches Chorbuch“ beschlossen. Für die Umsetzung konnte ich insbesondere den Singer-Songwriter Uli Führe als Kooperationspartner gewinnen. Nach zwei Jahren intensiver Recherche und Sammeltätigkeit, erschien das “Grenzenüberschreitende Alemannische Chorbuch” 2024.
Es enthält 59 Chorwerke aus Baden, Elsaß, Schweiz, Vorarlberg und Liechtenstein. Ein Großteil der Werke wurde eigens von herausragenden Künstlern für das Chorbuch arrangiert. Neben traditionellen Chorwerken finden sich darin außerdem Chorbearbeitungen aus Jazz und Pop.
Dieses Projekt wurde vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie vom Bundesmusikverband Chor&Orchester gefördert und 2025 mit der Badischen Chorprämie ausgezeichnet.
Intermezzo Ihringen
2022 - 2026
Montagschor Freiburg
Der MONTAGSCHOR in Freiburg-Lehen wurde bereits 1989 als reiner Frauenchor gegründet und von 2004 bis 2018 vom damaligen Chordirektor am Theater Freiburg, Bernhard Moncado, geleitet. Das Repertoire ist kulturell und stilistisch breit aufgestellt und kennt keine sprachlichen Grenzen. Die Altersspanne der Sängerinnen reicht von Ende 20 bis Anfang 80.
Frauen bringen ihre eigenen Geschichten mit in die Musik und sie werden auch durch die Lieder, die sie singen, gespiegelt. Im Chorverband sind Frauenchöre noch in der Minderheit. Es ist eine spannende Aufgabe an ihrer Entwicklung mitzuwirken. Montagschor | Home (montagschor-lehen.de)
Alemannische Hebelvertonungen 2022
Um 1830 hat der ostpreußische Komponist aus dem Umfeld von Mendelssohn und Schumann, Johann Benjamin Gross, alemannische Gedichte von Johann Peter Hebel vertont. Zwei wiederentdeckt Liederhefte für Singstimme sowie Klavier und Gitarre wurden Uli Führe von Dr. Folckert Lüken-Isberner aus Kassel zugespielt. Ich begleitete Uli Führe bei der Uraufführung am 1. Juni 2022 im Hebelhaus in Hausen sowie bei weiteren Aufführungen in Lörrach und bei den Literaturtagen in Villingen-Schwenningen.
Kinderchorfest 2021
Am 29. Juli 2021 fand in St. Peter im Schwarzwald – mitten in der Pandemie – ein Kinderchorfest statt, das ich als Projektleiterin in Kooperation mit der Gemeinde St. Peter sowie mit dem MGV St. Peter umgesetzt habe. Auch der SingBus der Deutschen Chorjugend machte beim Kinderchorfest Station. Das Projekt wurde vom Bundesmusikverband Chor und Orchester im Rahmen des Förderprogramms „Musik vor Ort“ und vom Chorverband Breisgau gefördert und mit der Badischen Chorprämie 2021 ausgezeichnet.
Kinderchor St. Peter (2020 - 2023)
Kinderchorgründung trotz Pandemie!
Im Januar 2020 stellte ich im Rahmen des Programms “Musik vor Ort” einen Förderantrag an den Bundesmusikverband für eine Kinderchorgründung sowie ein Kinderchorfest. Als Projektmacherin habe ich eine Kooperation zwischen Männergesangverein und Grundschule in St. Peter im Schwarzwald vorgeschlagen. Der Ausbruch der Corona-Pandemie verzögerte die ersten Proben um ein halbes Jahr. Im September 2020, endlich, sangen 18 Kinder bei schönstem Wetter „Freude, schöner Götterfunken“ und „Es ist Sommer“ von den Wise Guys. Auch den SingBus der Deutschen Chorjugend konnte ich für das Kinderchorfest am 21. Juli 2021 gewinnen. Ein Trailer zum Event findet sich hier.
Die bisherigen Höhepunkte waren zwei Auftritte bei Young Black Forest Voices, unser Ausflug zum Vogtsbauernhof sowie ein Kinderchorworkshop in Breisach.
Auch der swr hat uns schon besucht.
Ab dem Schuljahr 2023/24 leitet Myriam Schwär den Kinderchor.
Pink & Blue (2019-2021)
gelegt, das den Charme des Ostblocks versprühte: Florian wurde in Sachsen sozialisiert und ich
konnte mit meiner ehemals kommunistischen ungarischen Heimat punkten. Gerade als wir uns
auf edle historische Tasteninstrumente spezialisieren wollten, kam uns Corona in die Quere….
Hier spielten wir einige legendäre Konzerte: Bildungswerk St. Peter/St. Märgen,
Rainhofscheune Kirchzarten, Kulturfabrik Hoyerswerda, Bergkirche Bahlingen, Klosterkirche
Fredelsloh.
Chorgemeinschaft Titisee - Jostal -Hinterzarten
Die Chorgemeinschaft umfasst geographisch zwei touristische Hochburgen: das „Playa del Carmen“ des Hochschwarzwalds, den Titisee, und das bei Skisportlern beliebte Hinterzarten. Entsprechend singt die Chorgemeinschaft vorwiegend für Touristen; an mindestens 9 Terminen im Jahr sind die Sänger im Kurhaus in Hinterzarten zu hören.
Das Highlight des Veranstaltungskalenders wird allerdings von den Sängern aus Eckbach-Jostal gestemmt: die Jostäler Freilichtspiele. Sie finden inzwischen bei der Öhlermühle von 1772 in Jostal statt und locken alle drei bis vier Jahre zahlreiche Gäste in das abgelegene, urige Tal. http://www.jostaeler-freilichtspiele.de/
Seit einigen Jahren baue ich mit der Chorgemeinschaft gezielt das alemannisch-sprachige Repertoire aus, da die meisten Sänger “Muettersprochler” sind.
MGV St. Peter (2018-2022)
Béla Bartóks Volksliedbearbeitungen 2005-2016
Anfang 2005 lernte ich László Kelemen, damals Direktor am Haus der Traditionen in Budapest, kennen. Unter seiner Anleitung haben die ungarische Volksliedsängerin Ágnes Herczku und ich die Volksliedbearbeitungen von Béla Bartók für Singstimme und Klavier einstudiert und 2007 auf CD publiziert.
Harmonia Caelestis: ein Happening (2010, Budapest)
Der ungarische Autor Péter Esterházy (1950-2016) hat diesen Roman dem Leben der Adelsfamilie Esterházy gewidmet. Der erste Teil besteht aus 371 nummerierten Sätzen, deren Hauptfigur ein wandelbarer „Mein Vater“ ist. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Enteignung der aristokratischen Familie Esterházy durch die Kommunisten, mit dem „Graf von Nichts“.
Gemeinsam mit einigen meiner Kommilitonen an der Andrássy Universität in Budapest – Fabienne Gouverneur, Patrick Jajko, Orsolya Lenárt, Ali Hocaoglu und Zoltán Tamássy – organisierte ich am 10. Mai 2010 eine Lesung und Ausstellung zu diesem Roman. Der Autor selber erschien zur Lesung – in Socken, da wir den schillernden Andrássy-Saal in einen kathartischen Literaturtempel verwandelt hatten. Der ungarische Artikel in der Tageszeitung „Népszabadság“ vom 12.05.2010 – „Esterházy in Socken“ – findet sich hier.
Im Zentrum unserer Ausstellung zum Roman waren Texte, die Studenten, Dozenten und Mitarbeiter der Universität verfasst hatten. Sie begannen mit den Worten „Mein Vater“ und erzählten, teils anonymisiert, auf höchstens einer Seite die jeweils eigene Familiengeschichte im Kontext des Kommunismus in Mitteleuropa:
Darunter fand sich z.B. ein „Meinvater“, der als jugendlicher Revoluzzer an einem Oktobertag im Jahr 1956 den roten Stern vom Dach seiner Firma abmontierte. Die grauen Herren kamen nachts. Zwei Jahre verbrachte er hierauf in der Andrássy út 60 in Budapest, auch Terrorhaus genannt.
Ein anderer „Meinvater“ war in russischer Gefangenschaft in Sibirien. Erst 1950 kehrte er zurück. Usw….Der Roman öffnet sich, wenn man bereit ist, seinen Ich-Raum mit vielen „Meinvätern“ zu teilen.
„Eure Exzellenz, ich würde es so sagen, bitte schön, die Kommunisten sind hier.“
(2. Buch, Nr. 1)
Duo Blockflöte(n)/Klavier (2000-2008)
Den Blockflötisten und Pianisten Daniel Koschitzki traf ich zu Anfang meines Studiums an der Musikhochschule in Karlsruhe. Wir begegneten uns im Improvisationsseminar des Klangkünstlers Joachim Krebs (1952-2013). Dessen unkonventionelle Art prägte die hierauf folgende langjährige Zusammenarbeit zwischen Daniel und mir.
So hatten wir unseren ersten gemeinsamen Auftritt beim „Palindromfest“ 2001 an der Musikhochschule Karlsruhe. Im selben Jahr begleitete ich Daniel beim Moeck Recorder Competition, was ein Rezital in der Londoner Wigmore Hall (2002) nach sich zog. Es folgte ein 1. Preis beim Kammermusikwettbewerb des Badischen Kulturfonds. 2003 gelangten wir ins Finale des 1. Kammermusik-Förderwettbewerbs „Erst-Klassik“ in Berlin und spielten hierauf etliche Konzerte im In- und Ausland: u.a. beim Viljandi Early Music Festival in Estland, auf der Hanseatic nach Grönland und in Brasilien (2004) sowie beim Schleswig-Holstein-Musikfestival (2007). Auch nahmen wir drei Werke des holländischen Komponisten Chiel Meijering für eine Notenerstausgabe auf CD auf (erschienen 2008).
Unsere Konzertprogramme hießen „Crosslines“ und „Blind Date“ und thematisierten immer wieder das Aufeinandertreffen unterschiedlicher musikalischer Stile: von Klassik über populäre Musik und Folklore.